In drei Schritten zu einer erfolgreichen Vereinskommunikation!

In drei Schritten zu einer erfolgreichen Vereinskommunikation!

Kümmerst du dich in eurem Verein um die Kommunikation? Hast du dich schon einmal gefragt, wie du den Auftritt deines Vereins nach innen und außen hin noch weiter verbessern könntest? Super! Denn in diesem Artikel findest du Tipps, wie du in drei Schritten die Vereinskommunikation (noch) besser strukturieren und deinen Verein in neuem Glanz erstrahlen lassen kannst. Los geht’s!

1. Lege die Kommunikationsziele für deinen Verein fest!

Bevor du dich mit damit beschäftigst, um welche Themen es in deinen nächsten Pressemitteilungen, Social Media-Postings oder Beiträgen für die Mitgliederzeitschrift gehen sollte,  solltest du einen Schritt zurück treten  und dich  fragen, worum es deinem Verein eigentlich geht. Welche Ziele verfolgt dein Verein? 

 

Mit den „Zielen des Vereins“ sind an dieser Stelle ausdrücklich nicht die Kommunikationsziele gemeint, sondern tatsächlich die Ziele des Vereins. Will dein Verein vielleicht das Breitensportangebot in der Region verbessern? Oder sich als besonders familienfreundlicher Verein positionieren? Die Kommunikationsziele leiten sich anschließend daraus ab. „Wir brauchen 1000 Follower auf Instagram“, ist zum Beispiel kein Kommunikationsziel, da es in der der Luft hängt und nicht auf die Ziele des Vereins einzahlt.

 

Warum wollt ihr das erreichen, was ihr erreichen wollt? Ihr müsst keine Kommunikationsexperten sein, um euch diese Fragen zu stellen und zu beantworten. Denn nur, wenn du weißt, was das Ziel ist, kannst du dieses Ziel durch Kommunikation unterstützen und den  Weg dahin ebnen. Wenn wir (als Beispiel) einmal davon ausgehen, dass dein Verein ein neues Sportangebot einführt und du es nach außen hin bewerben sollst, ist dein Ziel natürlich, interessierte Aktive zu finden, die teilnehmen wollen.

 

Um diese Teilnehmenden zu finden, musst du erst einmal alle Kommunikationskanäle abklopfen. Wenn dein Angebot eine etwas ältere Zielgruppe ansprechen soll, empfiehlt sich zum Beispiel Facebook, um Werbung zu machen. Die jüngere Generation ist eher auf Instagram und TikTok unterwegs.

2. Finde Themen und Ideen für verschiedene Kommunikationskanäle!

Finde die passenden Kommunikationskanäle!

Bleiben wir erst einmal beim Beispiel des neuen Angebots. Wenn du das Angebot bewerben willst, musst du dazu nicht direkt alle Details in der Anzeige, dem Post, oder ähnlichem verraten. Wichtig ist es, das Interesse zu wecken. Ist das erst einmal geschehen und du hast die Interessenten “eingefangen”, kannst du sie mit weiteren Informationen über deine Vereinswebsite füttern.

 

Eine gute Vereinshomepage ist ohnehin das A und O bei der Kommunikation zu Mitgliedern und Mitgliederinnen. Dort sollten alle wichtigen Infos stehen und es sollte eine Möglichkeit geben, den Kontakt zu einem Vereinsvertreter herzustellen. Das kann man zum Beispiel mit der Angabe der Telefonnummer lösen. Ältere Zielgruppen erreichst du besser über Plakate oder die Tageszeitung, als über soziale Medien.

 

Zur Vorarbeit gehört aber nicht nur das Alter der Zielgruppe, sondern auch die Region, auf die das Angebot abzielt. Ein Athlet aus Bayern wird schließlich kein Interesse an deiner Trainingsmöglichkeit in Hannover haben. Wenn du dir vorstellst, dass du neu in eine Stadt ziehst und dich für Sportangebote interessierst, wirst du wahrscheinlich erst einmal googeln, um eine Auswahl von Angeboten angezeigt zu bekommen. Auch deshalb ist eure Website ein wichtiger Bestandteil deiner Vereinskommunikation. Denn dort verrätst du bestenfalls auch, ob dein Verein eher leistungsorientiertes Training anbietet, oder ob es doch eher ein Freizeitsportverein ist, der Angebote für die ganze Familie im Repertoire hat. Wie du siehst, wirken sich auch solche Dinge auf die Zielgruppendefinition und auf die Themenwahl aus.

 

Du musst dich allerdings keineswegs nur auf neue Angebote beschränken. Um eine gute Vereinskommunikation zu erreichen, bieten sich auch folgende Themen an:

  • Ein Blick hinter die Kulissen: Wenn du den Interessenten einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen möchtest, kannst du alles zeigen, was man als normales Mitglied nicht sieht. Wie sieht die Vorstandssitzung aus? Wie bereiten deine Trainer ihr Training vor? Auch hier zählt aber die Zielgruppe. Frage dich also, mit welchen Posts du deine Zielgruppe erreichen und begeistern könntest. Was weckt Interesse?
  • Dokumentiere euer Training: Was wird trainiert? Wie viele Leute sind da? Zeige den Spaß, den die Aktiven beim Sport haben!
  • Dokumentiere die alltäglichen Dinge des Vereinslebens: Habt ihr vielleicht neues Equipment für’s Training bestellt? Dann poste doch ein Bild von der Mail mit der Bestellbestätigung, dokumentiere, wenn das Paket ankommt und den Zeitpunkt, wenn du es öffnest.
  • Veranstaltungen und Highlights des Vereins: Gibt es spezielle Anlässe, Turniere oder Veranstaltungen, auf die dein Verein gern zurückschaut? Dokumentiere diese und stelle sie den Interessenten vor!
  • Stelle euren Verein vor: Wer sind die Übungsleiter? Wer ist der Vorstand? Auf welchem Gelände trainiert ihr? Auch solche Posts kommen sehr gut an.

Du siehst, dass es auch außerhalb des aktiven Sports viele Möglichkeiten gibt, deinen Verein ins Gespräch zu bringen und ihn erfolgreicher zu vermarkten. Denk dran: “Der Köder muss dem Fisch schmecken”. Stelle dir als Zielgruppe nicht eine große Gruppe vor, sondern lieber als eine Person. So bekommst du das richtige Gespür für spannende Inhalte. Die Vorstellung eurer Verantwortlichen kann auch durch ein kurzes Video erfolgen. Versucht ruhig, das Thema multimedial anzugehen. Schaue dir gern auch meinen Post zum Thema “Muss ich auf allen Kanälen unterwegs sein?” an.

3. Stelle einen Redaktionsplan auf und setze ihn um!

Stelle einen Redaktionsplan auf!

“Was ist denn ein Redaktionsplan”, werden sich einige nun fragen. Ein Redaktionsplan ist ein Plan, in dem man die nächsten Themen nach Datum sortiert fixiert und anschließend nach dem Zeitplan abarbeitet. Dabei werden neben dem Umsetzungszeitraum auch das jeweilige Medium, in dem das Thema bearbeitet wird und andere wichtige Infos vermerkt. “Lohnt sich die Arbeit denn überhaupt”, werden andere überlegen. Ich kann euch auf jeden Fall nur dazu raten. Ein Redaktionsplan kann vielfältig sein. Entweder legt ihr beispielsweise eine Excel-Datei an, in der ihr vermerkt, welche Themen ihr bis zum Zeitpunkt X abgehandelt haben möchtet. Oder ihr schreibt das Ganze einfach “old school” auf einem Block auf. Am Anfang ist die Planung von beispielsweise einem ganzen Jahr natürlich sehr mühsam. Allerdings lohnt sich der Aufwand. So behältst du immer alle wichtigen Termine im Überblick. Gibt es in diesem Jahr wichtige Turniere oder Veranstaltungen in deinem Verein? Bietet ihr auch in den Ferien ein Sportprogramm an? Wenn du alle Themen und Termine aufgeschrieben hast, musst du nur noch überlegen, wann du auf welchen Plattformen darüber berichten möchtest. So empfiehlt es sich, dein Sommerferienprogramm nicht erst zum Ferienbeginn bekannt zu machen, sondern genau in dem Moment, in dem die Eltern im Voraus nach Angeboten suchen.

Wenn das Kommunikationsteam deines Vereins aus mehreren Leuten besteht, könnt ihr euch die Themen natürlich auch aufteilen. Wenn ihr beispielsweise im Verein projektbezogen arbeitet, macht euch das  auch die Akquise neuer Ehrenamtler erheblich leichter

Mit einem Redaktionsplan schonst du deine Nerven und Außerdem macht der Plan eure Vereinskommunikation organisierter und besser. Ihr könnt natürlich trotzdem noch auf aktuelle Geschehnisse reagieren und den Plan ständig anpassen.

Und auch, wenn es für euch einmal Kritik geben sollte, denkt immer dran: Was ihr macht, ist nicht alles für den Verein. Aber ohne euch ist alles nichts! Bleib engagiert und viel Spaß beim Umsetzen!

Tobias Poeschl

Über den Experten:

Tobias Poeschl engagiert sich schon seit seiner Jugend ehrenamtlich in und für Sportvereine und Initiativen. Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaften in Münster arbeitete er unter anderem als (Online-)Redakteur, Pressesprecher und Kommunikationsmanager für Unternehmen und Verbände.

Durch einen Gastvortrag als Referent für den Regionalssportbund Hannover bemerkte er die Leidenschaft, Sportvereine in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Nachdem er sich unter anderem beim Hamburger Sportbund und bei der Sportjugend Osterholz engagierte, gründete er im Frühjahr 2019 den Instagram-Kanal “Vereinskomm”. Dort serviert er seinen Followern in regelmäßigen Abständen sogenannte “Learning Nuggets” rund um die Themen Social Media, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Krisenkommunikation und unterstützt Vereine und Verbände bei der Optimierung ihrer Kommunikation.

So erreiche ich den Experten:

Du erreichst Tobias Poeschl über eine Direktnachricht bei Instagram.

Wissenswert:

In unserem Blog verraten wir dir auch, wie du deinen Sportverein fit für die Zukunft machst.

Informiere dich außerdem darüber, wie du ein erfolgreiches Kurssystem in deinem Verein einführst.

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