5 Tipps, um eure Kindersporttrainer*innen bestmöglich aus- und weiterzubilden

Ihr habt endlich eine neue Trainer*in für euren Verein gefunden? Die Trainer*in hat aber bisher nur wenig bis keine Erfahrung als Kindersporttrainer*in? In diesem Blog-Artikel geben wir euch 5 Tipps, um eure Kindersporttrainer*innen bestmöglich aus- und weiterzubilden. 

1. Lasst eure neue Übungsleitung beim Training einer erfahrenen Übungsleitung zuschauen!

Schickt eure Trainer*innen bevor sie ihr erstes Training geben zu erfahrenen, gut ausgebildeten Trainer*innen in die Sportkurse. So können sie einen Einblick gewinnen, wie eine gute Kindersportstunde aussehen sollte und viele Ideen für ihre eigenen Kindersportstunden mitnehmen. Außerdem haben sie die Möglichkeit dem/der Trainer*in nach dem Training Fragen zu stellen. Die neue Übungsleitung könnte auch erst einmal als Hilfstrainer*in starten, bevor sie alleine Kurse übernimmt.

2. Gebt euren Trainer*innen Fachbücher mit an die Hand!

Es gibt eine ganze Reihe Fachbücher rund um den Kindersport. Legt euch davon einige zu und gebt sie euren neuen Trainer*innen mit an die Hand. So können sie sich zu Hause fortbilden und neue Ideen nachschlagen, welche sie in ihren Einheiten durchführen können. Auch über eine Sammlung an CDs für den Kindersport werden sich eure Übungsleiter*innen freuen. Vorausgesetzt natürlich, ihr habt einen CD-Player in der Sporthalle. Andernfalls lässt sich auch schnell und einfach eine Playlist auf beispielsweise Spotify erstellen, auf die alle Übungsleitende zugreifen können. 

Fürs Kinderturnen habe ich (Vanessa) die Playlist “Turnhits für Turnkids” auf Spotify erstellt. Außerdem teile ich regelmäßig Aufbau-, Spiel- und Liederideen fürs Kinderturnen auf Instagram: @kinderturnen_ideen

Lest euch gerne meinen Blogartikel zu den 5 Grund-Bausteinen, die in jeder deiner Kinderturnstunden zu finden sein sollten, durch. 




3. Motiviert eure Trainer*innen eine C-Lizenz zu machen!

Ihr solltet eure Trainer*innen dazu motivieren, eine C-Lizenz zu machen. Vielleicht damit, dass er/sie mehr Honorar bekommt, sobald die Lizenz erfolgreich absolviert wurde. Es lohnt sich definitiv! Denn ihr könnt zum einen qualitativ hochwertigeren Kindersport anbieten. Zum anderen werden sich die Trainer*innen mit einer Lizenz sicherer fühlen und dadurch noch mehr Spaß daran haben, die Kinder zu trainieren. Dies hat zur Folge, dass sie länger Trainer*in im Verein bleiben und nicht nach kurzer Zeit schon wieder aufhören und ein*e neue*r Trainer*in gesucht werden muss. 

3a.) Gebt euren Übungsleiter*innen ein Heft, in dem alle Aus – und Fortbildungsmöglichkeiten abgebildet sind!

Die C-Lizenz ist die unterste Lizenzstufe und kann genauso wie höhere Lizenzstufen und andere Aus- und Weiterbildungen beim zuständigen Verband absolviert werden. Am besten gebt ihr neuen Übungsleitungen direkt ein Heft mit, indem die Trainerausbildungen, Lehrgänge und weitere Weiterbildungsmöglichkeiten aufgelistet sind sowie das Anmeldeverfahren abgebildet ist. 

3b.) Schlagt Trainer*innen mit wenig Zeit vor, eine Kurzschulung zu besuchen!

Hat die Trainer*in keine Zeit, eine Lizenz zu machen, schlagt ihr vor, eine (online) Kurzschulung zu besuchen. Diese Kurzschulungen wurden extra für ehrenamtliche Kindersporttrainer*innen entwickelt, die keine Zeit oder Betreuungsmöglichkeit ihrer eigenen Kinder haben, um eine Lizenz mit 120 Lerneinheiten (LE) zu besuchen. Kurzschulungen umfassen deutlich weniger Lerneinheiten und bieten diesen Trainer*innen die Möglichkeit, Kompetenzen zu erwerben oder zu erweitern.

Hier sind zwei Ausbildungsmöglichkeiten zur Übungsleiter*in in Baden-Württemberg: 

Badische Sportjugend Freiburg: Es muss ein Grund-, Aufbau- und Prüfungslehrgang absolviert werden, um eine Übungsleiter-C-Lizenz im Kindersport zu bekommen. Außerdem wird ein Erste-Hilfe-Schein benötigt. Wenn die Übungsleitung keine Zeit hat, die C-Lizenz komplett zu absolvieren oder er/sie erst einmal schauen möchte, ob das überhaupt etwas für sie/ihn ist, ist es möglich, zunächst einmal nur den Sportassistenten-Kurs zu machen. Nach erfolgreichem Abschluss von diesem Kurs, mit 40 LE, erhält die Übungsleitung ein Zertifikat. Gleichzeitig zählt der Kurs auch als Grundlehrgang für die C-Lizenz. So kann später darauf aufgebaut werden. 

Badischer Turnerbund: Beim Badischen Turnerbund kann unter anderem die ÜL-C-Eltern-Kind-/Kleinkinderturnen und die ÜL-C-Kinderturnen absolviert werden. Auch hier besteht die C-Lizenz aus einem Grund-, Aufbau- und Prüfungskurs mit jeweils 40 Lerneinheiten. Außerdem muss auch vor Absolvierung der Prüfung ein Erste-Hilfe-Schein vorgelegt werden. 

4. Übernehmt die Kosten für die Lizenz!

Aus – und Weiterbildungen sind nicht gerade günstig. Viele Übungsleiter*innen sind nicht bereit, diese hohen Kosten zu tragen, besonders dann, wenn sie nur ein sehr niedriges bis gar kein Honorar bekommen. Deswegen solltet ihr als Verein die Kosten für die Lizenz übernehmen. Die zuständige Behörde gibt euch einen Zuschuss, der die Kosten deckt. Mehr zur Bezahlung der Übungsleiterlizenz und möglichen Regelungen danach erfahrt ihr in einem der nächsten Blogartikel.

5. Sorgt dafür, dass eure Übungsleiter*innen immer mit neuen Ideen versorgt sind!

Schickt euren Übungsleiter*innen regelmäßig per E-Mail Tipps und Ideen für ihre Kindersportstunden. Ihr könnt auch einen Social Media Account anlegen, wo ihr regelmäßig Ideen postet und sich eure Übungsleiter*innen austauschen können. Eine andere Option wäre, eine Whatsapp Gruppe für den Austausch zu erstellen. Es macht sicherlich auch Sinn, ab und zu mal ein Treffen mit allen Kindersporttrainer*innen zu veranstalten, wo sie die Möglichkeit haben, sich mit den anderen Übungsleiter*innen auszutauschen. Ihr könnt das Thema des Treffens auch vorgeben.

Wissenswert:

In unserem Blog verraten wir dir auch, wie du deinen Sportverein fit für die Zukunft machst.

Informiere dich außerdem darüber, wie du ein erfolgreiches Kurssystem in deinem Verein einführst.

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