In 4 einfachen Schritten zu einer erfolgreichen Vereinskooperation!

Nachdem wir uns letzte Woche bereits den Vorteilen von Vereinskooperationen gewidmet haben, wollen wir dir heute den Weg zu einer erfolgreichen Vereinskooperation zeigen. Dieser Weg ist mit vier zu beachtenden Punkten relativ leicht zu verfolgen. Außerdem dauert es nicht lange, eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf die Beine zu stellen. Also lass’ uns starten!

 

1. Sprich’ mit Trainern oder Übungsleitern aus deinem Umkreis!

Gespräch mit Kooperationsvereinen suchen

Auch, wenn man noch nicht konkret auf der Suche nach einem Kooperationspartner ist, empfiehlt sich der Austausch mit anderen Trainern oder Übungsleitern immer. Neben dem Vorteil, zusammen über Trainingsinhalte- oder Methoden zu sprechen, kriegst du auch ein Gefühl dafür, ob die Chemie zwischen euch stimmt. Ein gutes Verhältnis und ein gemeinsame Philosophie (z. B. den Turnsport in eurer Gegend nach vorne zu bringen) sind die Basis für eine erfolgreiche Kooperation zwischen euren Vereinen.

Deinen Mitgliedern und Teilnehmern kann es jedenfalls nicht schaden, wenn sie auch mal anderen Input bekommen, als von euren Übungsleitern. Hier musst du den Konkurrenzgedanken mal komplett ausschalten. Sieh’ es doch einmal so: Durch eine Kooperation kannst du häufig deine Angebotspalette erweitern, was eure Mitglieder sehr schätzen werden. Eine gute Vertrauensbasis zwischen den Trainern bzw. generell zwischen den beteiligten Vereinen ist natürlich von Vorteil. Ein gutes Beispiel, wie man seine Angebote erweitern kann, liefern der TV Dahn, der TV Hauenstein, der TV Lemberg und der TV Pirmasens. Die vier Vereine haben sich auf eine Kooperation in der Sportart “Gerätturnen” verständigt und bieten ihren Mitgliedern vielfältige Trainingsmöglichkeiten.

 

2. Skizziere deine Kooperationsmöglichkeiten!

Du denkst, eine Vereinskooperation könnte Sinn machen? Klasse! Dann solltest du jetzt eure ersten Gedanken konkretisieren. Dafür eignet sich eine Kooperationskizze (eine Seite mit den wichtigsten Fragen und Antworten).

 

Konkrete Fragen, die sich stellen würden, wären zum Beispiel:

  • Welche Hallenzeiten haben wir zur Verfügung, um gemeinsame Trainings abzuhalten? 
  • Wer stellt die Halle?
  • Welche Übungsleiter sind bei den jeweiligen Trainings vor Ort?

Die Kosten sind ebenfalls ein Faktor, den man stets berücksichtigen sollte. Auch rechtliche Dinge, wie der Versicherungsschutz der Aktiven während des Trainings bei einem anderen Verein, sollten vorab geklärt werden.

 

3. Beziehe den Vorstand mit ein, um eine erfolgreiche Vereinskooperation auf den Weg zu bringen!

Erfolgreiche Vereinskooperationen werden von allen Vorstandsmitgliedern mitgetragen

“Vertrauen” ist ein sehr wichtiges Wort in der Vereinsarbeit. Deshalb solltest du dich, nachdem du dir erste Gedanken über eine Vereinskooperation gemacht hast, immer mit eurem Vorstand zu diesem Thema austauschen. Du kannst eurem Vorstand und deinen Vereinskollegen dann die Pläne vorstellen und dich dabei auch auf Fakten stützen. So kooperieren laut DOSB-Bericht zum Beispiel fast 70 Prozent der Vereine bereits jetzt schon mit anderen Klubs.

Eine Vereinskooperation kann nur dann erfolgreich sein, wenn auch alle Vorstandsmitglieder bereit sind, diese Entscheidung mit zu tragen. Vielleicht ergeben sich durch die gemeinsamen Gespräche sogar noch Ergänzungen oder Verbesserungen zu den ersten Gedankengängen.

4. Besiegle die Vereinskooperation mit (k)einem Kooperationsvertrag!

Ein Kooperationsvertrag besiegelt die Zusammenarbeit zwischen 2 Vereinen

Wenn ihr euch einig seid, dass ihr eine Kooperation mit einem anderen Verein eingehen wollt, müsst ihr nur noch entscheiden, ob ihr eure Vereinskooperation mit einem Vertrag finalisieren wollt. Wenn ihr ein gutes Vertrauensverhältnis zum anderen Verein habt und es lediglich darum geht, die Vereinsangebote für die Mitglieder des jeweils anderen Vereins zu öffnen, kann man eine gemeinsame Kooperation auch ohne Vertrag besiegeln.

Du fragst dich nun sicherlich, wann du einen Kooperationsvertrag schließen solltest. Ich würde dir in diesen Fällen raten, einen Vertrag aufzusetzen:

  • ihr kennt den kooperierenden Verein (bzw. die verantwortlichen Personen) noch nicht so gut
  • durch die Kooperation entstehen zusätzliche Kosten
  • durch die Kooperation entstehen zusätzliche Einnahmen, die aufgeteilt werden müssen

Es reicht aus, die wesentlichen Punkte der Vereinskooperation zu verschriftlichen. Eine Vorlage für Kooperationsverträge zwischen zwei Vereinen findest du beispielsweise hier.

Fazit:

Eine kurze Zusammenfassung auf dem Weg zu einer erfolgreichen Vorstandssitzung

Bevor eine Kooperation zweier Vereine starten kann, bedarf es etwas Vorbereitung. Zunächst solltet ihr euch mit Trainern anderer Vereine austauschen, um “Gleichgesinnte” zu finden. Anschließend macht ihr euch ein paar Gedanken, wie eine Kooperation konkret aussehen könnte. Mit diesen Gedanken könnt ihr dann problemlos zu eurem Vereinsvorstand gehen und alle Punkte offen diskutieren bzw. sogar noch ergänzen. Wenn das Grundgerüst steht, müsst ihr euch nur noch überlegen, ob ihr einen Kooperationsvertrag benötigt und falls ja, wie dieser dann konkret aussehen soll. Dann steht der Zusammenarbeit nichts mehr im Wege!

 

Über den Experten:

Adrian Eichberger war vor einigen Jahren selbst Leistungsturner im Pfälzer Turnerbund (PTB). Mittlerweile hat er die Seiten vom Aktiven zum Verbandsmitarbeiter gewechselt. Er selbst berät Vereine bei ihren Problemen und steht als Experte zur Verfügung. Die sportliche Vergangenheit hat für ihn durchaus Vorteile, denn er kann sich sowohl in die Gedanken der Sportler, als auch der Vereinsmitarbeiter hineinversetzen.

So erreiche ich den Experten:

 Adrian Eichberger ist Teil des Beraterteams des PTB: Alle Informationen und seinen Kontakt findest du hier.

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